Kooperatives Lernen

unser Weg zum Schulerfolg1


Für Peter Senge ist eine lernende Organisation:

„Ein System, in dem […] Menschen beständig ihre Fähigkeiten, die Ergebnisse zu erreichen, die sie sich wünschen, erweitern; wo kollektive Bestrebungen freigesetzt werden und wo Menschen kontinuierlich lernen zusammen zu arbeiten.“2

In diesem Sinne folgt die neue Gesamtschule der Auffassung von Carmen Druyen und Heiner Wichterich, dass Schulen solche lernenden Organisationen werden können, indem sie Kooperatives Lernen im Unterricht, in Projekten, bei Aktivitäten im Schulleben und mit außerschulischen Partner*innen und bei der Kollegiums- und Schulentwicklung verwirklichen.


Kooperatives Lernen im Unterricht

Die Praxis hat gezeigt, dass Schüler*innen in einem kooperativen Klassenzimmer erfolgreicher lernen. Es werden hierdurch nicht nur ihre Sozialkompetenzen, sondern auch ihre methodischen und fachlichen Fähigkeiten weiterentwickelt.

Kooperatives Lernen bedeutet, dass Schüler*innen gemeinsam arbeiten. Dem vorgeschaltet ist aber immer die Phase des individuellen Nachdenkens „Think“. Es gibt Lehrer*innenvorträge, Simulationen und Experimente. Das kooperative Lernen steht für die Integration all dieser Unterrichtsformen mit dem Ziel der Aktivierung von Schüler*innen.3

Die neue Gesamtschule sieht Kooperatives Lernen als einen entscheidenden Teil der Unterrichtsgestaltung, den Erfolgsweg im Rahmen ihres Erziehungs- und Bildungsauftrages, die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Werthaltungen bei den Schüler*innen zu entwickeln.

„Sie fördert dabei die Entfaltung der Person, die Selbstständigkeit ihrer Entscheidungen und Handlungen und das Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinwohl, die Natur und die Umwelt. Schülerinnen und Schüler werden befähigt, verantwortlich am sozialen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, beruflichen, kulturellen und politischen Leben teilzunehmen und ihr eigenes Leben zu gestalten.“4

Der Erwerb der Schlüsselqualifikationen, u. a. der Teamfähigkeit, steht im Mittelpunkt der Arbeit an der neuen Gesamtschule.

Kooperatives Lernen in der ganzen Schule

In der neuen Gesamtschule wird Kooperatives Lernen nicht nur im Klassenraum stattfinden, sondern in der ganzen Schule und darüber hinaus. Wir möchten diese Arbeitsform, wie an vielen anderen Schulen praktiziert,  auch mit in die Elternarbeit einbinden. Ebenso werden Besprechungen und Konferenzen anders gestaltet, damit immer mehr Menschen aktiv und damit demokratisch einbezogen werden. Hierdurch nimmt der Grad an Partizipation am Schulgeschehen zu und die gegenseitige Wertschätzung zwischen allen Beteiligten am Schulleben an der neuen Gesamtschule steigt.5

Kooperatives Lernen mit allen Partner*innen in Monheim

Der neuen Gesamtschule ist ein gutes Betriebsklima wichtig. Der Erfolg der Schule hängt entscheidend davon ab, wie Schulleitung, Lehrpersonal, Erziehungsberechtigte und Schüler*innen miteinander umgehen. In diesem Zusammenhang ist das Konzept der Öffnung von der Schule nach innen und außen wichtig.

  1. Im Unterricht
    Wie bereits erwähnt, sollen kooperative Lernformen gefunden werden, so dass zum Beispiel Schüler*innen mitgestalten, aber auch wirkliche Mitverantwortung für ihre Schule übernehmen.

  2. In einer Partnerschaft
    Hierbei geht es um die bewusste Entwicklung von Partnerschaften zu allen, die ohnehin am Schulleben beteiligt sind, wie etwa zu den Erziehungsberechtigten, und zu denen, die an der Schule interessiert sind, wie Vereine, die lokale Jugendhilfe, aber auch Betriebe im Rahmen der beruflichen Ausbildung.

1 Corinna Weber: Interdependenzen zwischen Emotion, Motivation und Kognition in Selbstregulierten Lern-prozessen: Befähigung zum lebenslangen Lernen durch Mehrdimensionalität der Lehr-Lernkonzeptionen. Hamburg (Diplomica) 2012
2 Druyen, Cramen & Wichterich, Heiner (2006): Schulen werden zu lernenden Organisationen, in: Learn:line – Green’s Web.
3 Senge, Peter (1990): Die fünfte Disziplin. Schäfer und Pöschel. Stuttgart.
4 Brüning, Ludger & Saum, Tobias (20093): Erfolgreich unterrichten durch Kooperatives Lernen. Strategien zur Schüleraktivierung. Neue Deutsche Schule Verlagsgesellschaft. Essen..
5 Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen: Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen vom 15. Februar 2005. § 2(4) Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule.
6 Vgl. Druyen, Cramen & Wichterich, Heiner (2006): Schulen werden zu lernenden Organisationen, in: Learn:line – Green’s Web.

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